Biologie des Winterschlafes

Wissenswertes zur Biologie des Winterschlafes

Nachdem sich der Igel Speckpolster zugelegt hat um für den bevorstehenden Winterschlaf genügend Fettreseven zu haben, begibt er sich in sein vorbereitetes Winterquartier.

Sein Gewicht ist je nach Alter des Igels, und wie nahe der Zeitpunkt bis zum Jahresende ist, abhängig.

Ein Jungigel sollte Anfang November um 600 g wiegen, ein Altigel mindestens 1000 g.

Igelmännchen sind in der Regel einen Monat eher schlafbereit als Igelweibchen, und erwachen auch zuerst.

Jungigel schlafen dagegen später ein als ihre Eltern.

Auslöser für die Schlafbereitschaft sind mehrere Faktoren. Zum einen mangelnde Nahrung, abnehmende Tageslichtlänge, aber vorallem die hormonelle Umstellung seines Körpers. Bei dieser Umstellung werden alle lebenserhaltenden Vorgänge im Igelkörper deutlich herabgesetzt. So sehr, daß es oft schwer erkennbar ist, ob es sich um einen toten Igel handelt.

Die Körpertemperatur sinkt von etwa 35 Grad auf 5 Grad, das Herz schlägt statt 200 bis 280mal nur noch 2 bis 12mal pro Minute, die Atemfrequenz verringert sich von 50 auf 13 Atemzüge pro Minute.

Igel werden während des Winterschlafes immer wieder für einige Stunden wach, verbleiben aber meist in ihrem Quartier.

Je nach Dauer des Winterschlafes verlieren Igel etwa 1 bis 2 g Gewicht täglich.

Der Aufwachvorgang dauert 5 bis 12 Stunden und wird von einem Zittern begleitet, das die Muskelerwärmung produziert und die Körpererwärmung unterstützt. ​